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Acerola

Acerola – Eine rote Vitamin-BombeAcerola in einer Schale

Wer kennt es nicht? Im Spätherbst und spätestens dann im Winter sind wir oft von Husten, Schnupfen und Heiserkeit geplagt. Vitamin C wirkt hier schon vorbeugend, denn es stärkt die Abwehrkräfte. In einer kleinen roten Tropenfrucht steckt besonders viel Vitamin C: in der Acerola. Und nicht nur Vitamin C enthält die kleine kirschähnliche Frucht. Viele weitere Inhaltsstoffe machen die Acerolakirsche zu einem kleinen Wundermittel.

Herkunft der Acerola

Die Acerola – auch als Acerolakirsche, Ahornkirsche oder Barbados-Kirsche bekannt – gehört zu den Malpighiengewächsen und stammt aus den tropischen Regionen Südamerikas. Als genaue Ursprungsregion wird die mexikanische Halbinsel Jukatan vermutet. Inzwischen wird die Acerola hauptsächlich in Brasilien, Florida, Guatemala, Jamaika, Mexiko und Panama angebaut. Hier wächst der Acerolabaum an den unterschiedlichsten Standorten wie Flussufern, in feuchten Schluchten, an felsigen Berghängen, in Gegenden

mit trockenem Kalkstein oder auch an Straßenrändern. Für ein wirklich optimales Wachstum benötigt die Acerola vorzugsweise ein feuchtes und subtropisches Klima.

Die Acerolakirsche und ihre Eigenschaften

Die Frucht des Acerolabaums wird oft als Acerolakirsche bezeichnet, da sie rein optisch der bei uns heimischen Kirsche ähneln. Die Steinfrucht ist etwa ein bis drei Zentimeter groß, gelborange bis rot und rund. Allerdings ist die Acerola nicht mehr der uns bekannten Kirsche verwandt.

Der Acerolabaum selbst erreicht Wuchshöhen zwischen einem und drei Metern und trägt zur Regenzeit weiße oder pinkfarbene Blüten. Nur etwa 25 Tage Zeit benötigt die Frucht zum Reifen, bis zu vier Mal im Jahr kann geerntet werden. Das Fruchtfleisch ist saftig, die Haut ist sehr dünn, glatt und auch empfindlich.

Acerola meist als Saft oder Pulver erhältlich

Da die Acerola sehr empfindlich ist und nur eine kurze Lagerzeit von drei bis maximal fünf Tagen übersteht, ist sie in frischer Form in Deutschland eigentlich nicht erhältlich. In Reformhäusern und Biomärkten finden sich im Sortiment aber Acerola-Säfte, getrocknete Früchte oder auch Acerola-Pulver. Auch Kapseln und Lutschtabletten werden als Nahrungsergänzungsmittel angeboten.

Inhaltsstoffe der Acerola

Die Acerola gilt aufgrund ihres hohen Gehalts an Vitamin C als Superfood. Pro 100 Gramm der Früchte liegt der Anteil an Vitamin C bei etwa 1.700 Milligramm, was etwa dreißigmal so viel wie dem Vitamin-C-Gehalt von Orangen entspricht. Gerade für Menschen, die allergisch auf Zitrusfrüchte reagieren, ist die Acerola deshalb eine sinnvolle Alternative, wenn es um die Zufuhr von Vitamin C geht.

Die folgenden Inhaltsstoffe finden sich in der Acerola:

  • Vitamine
  • Mineralstoffe
  • Spurenelemente
  • Flavonoide
  • Anthocyane
  • Polyphenole

Vitamine

Allen Vitaminen voran ist hier natürlich Vitamin C, das aufgrund des hohen Anteils einen besonderen Stellenwert einnimmt. Vitamin C ist an unterschiedlichen Prozessen des Stoffwechsels beteiligt:

  • Förderung der Eisenaufnahme (Eisen ist für die Sauerstoffversorgung und die Blutbildung notwendig)
  • Unterstützung beim Aufbau von Bindegewebe
  • Förderung der Bildung von Hormonen
  • Fänger von freien Radikalen und damit Verlangsamung von Alterungsprozessen und Vermeidung bestimmter Erkrankungen (z. B. Arteriosklerose)

Neben Vitamin sind in der Acerolakirsche auch weitere Vitamine enthalten:

  • Provitamin A (Betacarotin): sorgt für die Färbung der Acerola und gilt als Vorstufe von Vitamin A, Provitamin A fördert das Lymphozytenwachstum und wird im Körper zu Vitamin A synthetisiert, welches für das Wachstum der Zellen sowie die Steuerung von Prozessen des Immunsystems benötigt wird)
  • Vitamin B1: stärkt das Nervensystem
  • Vitamin B2 (Riboflavin): nimmt als Vorstufe wichtiger Stoffwechselenzyme eine wichtige Rolle im Stoffwechsel ein
  • Vitamin B3 (Niacin): fördert die Verdauung, die Durchblutung sowie die Bildung von Hormonen und ist auch für den Fett-, Kohlenhydrat- und Eiweißstoffwechsel von Bedeutung, unterstützt Regenerationsprozesse der DNA, der Haut, der Muskeln und der Nervenzellen
  • Vitamin B5 (Pantothensäure): wird für die Bildung des Coenzyms A benötigt, welches im Fett- und Kohlendhydratstoffwechsel sowie bei Steroidhormonen ein essentieller Bestandteil ist

Mineralstoffe

Ohne Mineralstoffe können die Stoffwechselprozesse im menschlichen Organismus nicht funktionieren. Mineralstoffe nehmen entweder direkt Einfluss auf den Körper oder sie stellen einen wichtigen Bestandteil unterschiedlicher Enzyme dar. Der Körper muss für seine Gesunderhaltung mit Mineralstoffen versorgt werden. In der Acerolakirsche kommen folgende Mineralstoffe vor:

  • Kalium: Pro 100 Gramm Frucht liegt der Kaliumanteil bei 83 mg. Das Mineral wird für die Reizweiterleitung am Herzen benötigt, denn nur so kann es gesund arbeiten. Kalium sorgt für die Regulierung des Zellwachstums und beeinflusst auch den Blutdruck. Außerdem spielt es bei der Freisetzung von Hormonen im Zuckerstoffwechsel eine wichtige Rolle.
  • Kalzium: Etwa 12 mg Kalzium sind in 100 Gramm Frucht enthalten. Im menschlichen Körper ist Kalzium das am meisten vertretene Mineral, etwa 99 Prozent befinden sich in Knochen und Zähnen. Gegen Osteoporose ist eine regelmäßige Zufuhr von Kalzium deshalb eine gute Vorsorge. Kommt es zum Kalziummangel, werden Ionen aus den Knochen gelöst, welche aber für die Kontraktion der Muskeln notwendig sind. Auch bei der Blutgerinnung sowie der Weiterleitung von Nervenimpulsen ist Kalzium notwendig.
  • Magnesium: In 100 Gramm Frucht sind 12 mg Magnesium enthalten. Das Mineral übernimmt im Körper verschiedene Aufgaben und ist als Enzymbestandteil (Coenzym) an mehr als 300 Enzymreaktionen beteiligt. Es beugt Blutgerinnseln vor und schützt so vor der Entstehung von Thrombosen sowie Herzinfarkten. Ein Mangel zeigt sich in Müdigkeit, Konzentrationsschwäche sowie Unruhe. Durch Magnesium wird die Freisetzung von Stresshormonen unterbunden. Eine regelmäßige Aufnahme über die Nahrung ist unerlässlich.
  • Natrium: Etwa 2,7 mg Natrium sind in 100 Gramm der Acerolakirsche zu finden. Natrium wird für die Weiterleitung von Nervenimpulsen benötigt und wirkt auch auf den Elektrolythaushalt.
  • Phosphor: In 100 Gramm Acerolakirschen sind etwa 17 mg Phosphor enthalten. Es handelt sich bei dem Mineral um einen wesentlichen Bestandteil der DNA- und RNA-Moleküle. Auch im Energiestoffwechsel spielt Phosphor eine Rolle, der größte Teil des Minerals ist in den Knochen gebunden.
  • Weitere Mineralstoffe: Eisen (0,24 mg pro 100 Gramm Frucht), welches für den Sauerstofftransport und die Bildung der Blutkörperchen notwendig ist.

Spurenelemente

Spurenelemente sind für den Organismus essentiell und in der Acerolakirsche in geringen Mengen enthalten. So finden sich in der Acerola die Spurenelemente Zink und Fluor.

Zink stellt einen wichtigen Bestandteil vieler Enzyme dar. Von Bedeutung ist es beim Zucker-, Eiweiß- und Fettstoffwechsel. Auch für den Aufbau von Erbsubstanz sowie für das Zellwachstum ist Zink notwendig. Überschießende Reaktionen des Immunsystems schwächt Zink ab.

Fluor findet sich im menschlichen Organismus in gebundener Form. Es dient zum Schutz vor Zahnkaries und trägt zur Härtung des Zahnschmelzes bei.

Flavonoide

Flavonoide (sekundäre Pflanzenstoffe) sind ebenfalls in der Acerola enthalten. Sie haben auf den menschlichen Organismus eine antioxidative Wirkung und stärken somit nicht nur die Gesundheit, sondern auch das allgemeine Wohlbefinden. Sie fangen die freien Radikale ab und sorgen so für den Schutz der Zellen vor schädlichen Einflüssen.

Anthocyane

Im Körper werden Anthocyane schnell verstoffwechselt. Sie tragen durch die Absorbierung von UV-Strahlen dazu bei, dass der Alterungsprozess der Haut deutlich langsamer verläuft. Sie sollen sich zudem positiv auf die Sehleistung auswirken und entzündungshemmend sowie gefäßschützend wirken.

Polyphenole

Die in der Acerolakirsche enthaltenen Polyphenole tragen dazu bei, dass sich in den Gefäßen keine Kalkablagerungen ansammeln. Der Blutdurchfluss wird somit verbessert. Außerdem sollen sie das Risiko einer Erkrankung an Alzheimer verringern. Auch Karies sollen sie vorbeugen können, indem sie für ein gesundes Mundklima sorgen.

Kaum Ballaststoffe und Kohlenhydrate

Mit nur 1,1 Gramm Ballaststoffen und 8 Gramm Kohlenhydraten bei 100 Gramm Frucht ist die Acerola eher ballaststoff- und kohlenhydratarm. Sie liefern also kaum Energie und sorgen auch nicht für ein langes Sättigungsgefühl. Die Ballaststoffe tragen lediglich einen kleinen Anteil dazu bei, die Verdauung anzuregen.

Anwendung der Acerola

Die Acerolakirsche kann sowohl äußerlich als auch innerlich angewendet werden.

Für die innerliche Anwendung kommt sie in folgenden Formen vor:

  • als Zusatz in Fruchtsäften oder als Direktsaft
  • als getrocknete Frucht bei der Herstellung von Lebensmitteln (z. B. Müsli, Smoothies, Gebäck)
  • als Pulver und Konzentrat zur Herstellung von Lebensmitteln
  • in Kapsel- oder Tablettenform als Nahrungsergänzungsmittel
  • als Zusatz bei der Herstellung von Gelees, Marmelade und Eis
  • als Säurezusatz zur Verstärkung von Fruchtaromen

Für die äußerliche Anwendung kommt die Acerolakirsche vor allem in verschiedenen Kosmetikprodukten wie

  • Cremes zur Gesichts- und Körperpflege
  • Duschgelen
  • Shampoos
  • Bodylotions

vor. In der Regel wird sie dabei in Pulverform verwendet und mit anderen natürlichen Stoffen (z. B. Aloe Vera) kombiniert.

Sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet ist die Acerola eine wahre Wunderwaffe. Innerlich angewendet stärkt sie das Immunsystem, unterstützt verschiedene Körperfunktionen und wirkt der Hautalterung entgegen. Äußerlich angewendet trägt die kleine Powerfrucht zur täglichen Hautpflege bei und baut den natürlichen Schutzfilm der Haut auf. Zudem macht Acerola die Haare geschmeidig und verleiht ihnen Glanz.

Wirkung der Acerolakirsche

Bereits die spanischen Eroberer haben erkannt, dass die Tropenfrucht nahrhaft ist und zudem auf den menschlichen Organismus viele positive Wirkungen hat. Acerola wirkt vitalisierend, antioxidativ, fettlösend und antikanzerogen.

Folgende Wirkeigenschaften werden der Acerolakirsche zugeschrieben:

  • antioxidative Wirkung
  • Stärkung des Immunsystems
  • Hautbildverbesserung
  • Gesunderhaltung des Nervensystems
  • Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems
  • Gesunderhaltung der Gelenke
  • Krebsvorbeugung

Acerola wirkt antioxidativ

Grundsätzlich tragen Stoffe mit antioxidativer Wirkung dazu bei, dass die Zellen des menschlichen Organismus vor freien Radikalen und somit vor deren Auswirkungen geschützt werden. Rund um die Uhr ist der Körper von freien Radikalen umgeben. Es handelt sich dabei um aggressive und hochreaktive Sauerstoffmoleküle, welche im Körper zu oxidativem Stress führen und so die Zellen schädigen. Jeden Tag wird der Körper dabei mit mehreren tausend Radikalen konfrontiert, ist die Zellmembran einmal geschädigt, kann es bis zum Zelltod kommen. Außerdem können freie Radikale das Erbgut schädigen und damit zu einem unkontrollierten Zellwachstum und in der Folge zu Krebs führen. Auch die Synthese von Eiweißen und Proteinen wird durch freie Radikale verhindert, so dass die Bildung von körpereigenen Enzymen und Strukturen nicht möglich ist. Es kommt in der weiteren Folge zu Störungen der Stoffwechsel- und Wachstumsprozesse, was Krankheiten begünstigt.

Aus den genannten Gründen ist es umso wichtiger, über die Nahrung antioxidative Wirkstoffe aufzunehmen. In der Acerola sind hohe Mengen Vitamin C, Mineralien und Bioflavonoide enthalten. Bereits jede einzelne Komponente wirkt antioxidativ, in Kombination ist die Wirkung noch einmal deutlich stärker. Alle Antioxidantien der Acerola fangen die freien Radikale ein und tragen so zum Schutz der Zellen bei.

Stärkung des Immunsystems

Durch die besondere Zusammensetzung der Inhaltsstoffe in der Acerola wird das Immunsystem gestärkt, der Organismus wird gegen Erkrankungen widerstandsfähiger. Durch ein starkes Immunsystem ist der Körper vor Krankheitserregern und Umweltgiften geschützt, zudem können sich Entzündungsreaktionen schlechter ausbreiten. Zusätzlich sorgt das in der Acerola enthaltene Provitamin A für eine Anregung des Immunsystems, welches dadurch effizienter arbeitet.

Hautbildverbesserung

Die Verbesserung des Hautbildes ist auf die Wirkung der Antioxidantien zurückzuführen. Da es zur Verhinderung von Zellschäden kommt, wird auch die Hautalterung verlangsamt. Durch die Abwehr von freien Radikalen wird die Zellschicht gestärkt, der so entstandene Schutz der Zellbarrieren sorgt für das Halten der Feuchtigkeit in den Zellen. Der Feuchtigkeitsgehalt der Haut wird also verbessert, die Haut sieht glatter und straffer aus. Weiterhin finden sich in der Acerola Stoffe, welche UV-Strahlung absorbieren und so ebenfalls den Alterungsprozess der Haut verlangsamen.

Gesunderhaltung des Nervensystems

Die antioxidative Wirkung der Acerolakirsche leistet noch mehr. So sorgen die enthaltenen Antioxidantien für eine verbesserte Denkleistung, ein besseres Erinnerungsvermögen sowie eine erhöhte Leistungsfähigkeit. Grundlage dafür ist ein starkes Nervensystem. Die Kombination der unterschiedlichen Wirkstoffe in der Acerola wirkt beruhigend auf das Nervensystem und kann Symptome von Stress abbauen. Zudem wird das Sehvermögen verbessert und Forschungen zufolge das Risiko für eine Alzheimererkrankung minimiert.

Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems

Freie Radikale, die täglich auf den Organismus wirken, können zu einer Schwächung und in der Folge auch zu einer Schädigung der Blutgefäße führen. Diese Vorgänge begünstigen die Entstehung von zu hohem Blutdruck und Krampfadern. Auch hier spielen die in der Acerola enthaltenen Antioxidantien eine entscheidende Rolle. Durch sie werden die Blutgefäße gestärkt, das Blut kann ungehindert durch diese hindurchfließen. Außerdem unterstützen die Inhaltsstoffe der Acerola die gesunde Funktion des Herzens. Die Polyphenole tragen dazu bei, dass es in den Gefäßen nicht zur Ablagerung von Kalk kommt. Die Acerolakirsche wirkt somit gegen Erkrankungen wie Arteriosklerose und kann Schlaganfällen und koronaren Herzerkrankungen vorbeugen.

Gesunderhaltung der Gelenke

Im Körper wird durch den hohen Gehalt an Vitamin C und der weiteren Inhaltsstoffe in der Acerolakirsche die Bildung von Kollagen unterstützt. Dadurch wird die Regeneration der Bänder und Sehnen, welche die Gelenke umgeben, beschleunigt und deren Neubildung gefördert. Der regelmäßige Verzehr von Produkten mit Acerola kann so chronische Erkrankungen der Gelenke (z. B. Arthritis) vorbeugen. Durch die in der Acerola vorkommenden Antioxidantien wird der Angriff der freien Radikale auf die Kollagenstrukturen zusätzlich verhindert, was zu einem Schutz der Gelenke beiträgt.

Krebsvorbeugung

In der Acerola sind Inhaltsstoffe mit antikanzerogener Wirkung enthalten. Ein starkes Immunsystem sowie auch die antioxidativen Wirkstoffe können der Entstehung von Krebserkrankungen vorbeugen. Dank der hohen Konzentration an Nährstoffen in der kleinen Tropenfrucht wird das Erbgut vor Schäden geschützt, ein entartetes Wachstum in den Zellen wird somit verhindert. Die in der Acerolakirsche enthaltenen Vitamine sorgen zudem dafür, dass das Fett aus den Reserven gelöst wird und so keine Bildung von krebserregenden Nitrosaminen erfolgt. Durch die hohe Konzentration an Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen wird außerdem die Bildung von Krebszellen verhindert und bereits vorhandene Krebszellen in ihrem Wachstum gehemmt.

Einnahme und Dosierung der Acerola

Die Acerolakirsche gilt als sehr vitamin- und mineralienreich. Der Verzehr von frischen Früchten ist aufgrund des hohen Feuchtigkeitsgehalts und der damit verbundenen leichten Verderblichkeit praktisch nur in den Gebieten möglich, wo die Acerola natürlich vorkommt. Deshalb wird die Acerolakirsche in der Regel in Form von Pulver, Saft, oder auch Kapseln verkauft.

Je nach Produkt gibt es unterschiedliche Einnahmehinweise, die beachtet werden sollten.

Einnahme von Acerola-Saft

Die häufigste Form der Acerola ist Saft. Die Verzehrempfehlung ist von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich, liegt aber meist bei dreimal fünf Milliliter pro Tag. Natürlich ist es kein Problem, die Menge zu erhöhen. Als Saft-Konzentrat kann Acerola hervorragend auch in Wasser oder andere Säfte gemischt werden.

Einnahme von Acerola-Pulver

Die zweithäufigste Einnahmeform ist das Acerola-Pulver. Dafür werden die Früchte gefriergetrocknet und zu Pulver verarbeitet, wobei sämtliche wertvollen Inhaltsstoffe erhalten bleiben. Es handelt sich um absolut reines Acerola-Pulver ohne Konservierungs- und Zusatzstoffe. Das Pulver ist hervorragend zum Einrühren in Säfte, Quark, Joghurts oder Müsli geeignet. Ein halber Teelöffel pro Tag ist bereits ausreichend, um den täglichen Bedarf an Vitamin C zu decken.

Einnahme von Acerola-Kapseln

Acerola-Kapseln enthalten etwa 500 mg Acerola-Pulver und können einfach mit etwas Flüssigkeit eingenommen werden. Gerade für Menschen, die den sauren Geschmack von Saft nicht mögen, sind die Acerola-Kapseln hervorragend geeignet. Die Verzehrempfehlung liegt bei täglich zwei Kapseln.

Einnahme von Acerola-Lutschtabletten

In Reformhäusern und Biomärkten sind neben Saft, Pulver und Kapseln auch Acerola-Lutschtabletten erhältlich. Bereits zwei dieser Tabletten decken dabei den täglichen Bedarf an Vitamin C. Bei den Lutschtabletten handelt es sich in der Regel aber nicht um ein reines Acerola-Produkt, denn sie werden oft mit Süßungsmitteln versetzt.

Dosierung von Acerola-Produkten

Wer von den Vorteilen der Acerolakirsche richtig profitieren möchte, sollte sich möglichst nach den Verzehrempfehlungen auf dem Beipackzettel des jeweiligen Produkts richten. Allein die tägliche Einnahme von Acerola trägt dazu bei, dass der Organismus von der hochwertigen Nährstoffzusammensetzung profitiert.

Nebenwirkungen der Acerola

Nach aktuellem Kenntnisstand der Forschung sind bei der Einnahme von Acerola-Produkten keine Nebenwirkungen zu erwarten. Da Vitamin C in Wasser löslich ist, kommt es trotz des hohen Vitamin-C-Gehalts nicht zu einer Überdosierung. Der Körper scheidet überschüssiges Vitamin C einfach aus. Trotzdem sollte die tägliche empfohlene Verzehrmenge nicht überschritten werden. Das liegt daran, dass eine erhöhte Vitamin-C-Dosis unter Umständen zu Durchfall führen kann, der mit Reduzierung der Dosis jedoch wieder verschwindet.

Acerola kaufen – Was gibt es zu beachten?

Die kleine Tropenfrucht ist eine regelrechte Diva: Aufgrund des hohen Flüssigkeitsgehalts im Fruchtfleisch ist die Acerola nicht nur leicht verderblich, sondern auch sehr empfindlich. Einen Transport aus ihrem Herkunftsgebiet bis nach Europa übersteht sie deshalb kaum. Acerolakirschen werden deshalb noch vor Ort direkt nach der Ernte schonend schockgefrostet und behalten so alle wertvollen Inhaltsstoffe. Die so nach Europa importieren Früchte werden dann zu Pulver, Saft, Kapseln und Lutschtabletten weiterverarbeitet.

Beim Kauf von Acerola-Produkten sollte möglichst darauf geachtet werden, dass diese naturbelassen und frei von Konservierungs- und anderen Zusatzstoffen sind.

Fazit: Acerola – Ein vielseitiges Vitaminwunder

Die Acerolakirsche ist ein wahres Vitaminwunder, das vielseitig einsetzbar ist. Ganz gleich ob Saft, Pulver, Kapsel oder Lutschtabletten – die Acerola versorgt den Körper rundum mit einer Vielzahl an wichtigen Nährstoffen. Sie wirkt sowohl innerlich als auch äußerlich und schützt den menschlichen Organismus vor den Auswirkungen der freien Radikale.